Was ist ISO 22301?
ISO 22301:2019 ist der internationale Standard für Business Continuity Managementsysteme (BCMS). Er legt Anforderungen für die Planung, Einrichtung, Implementierung, den Betrieb, die Überwachung, Überprüfung und Verbesserung eines dokumentierten BCMS fest — und ermöglicht es Organisationen, sich vor Störungen zu schützen, sich darauf vorzubereiten, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen.
Wer benötigt ISO 22301?
- Finanzdienstleistungsorganisationen, die DORA und den Kontinuitätsanforderungen der Bankenaufsicht unterliegen
- Betreiber kritischer Infrastrukturen (Energie, Versorgung, Telekommunikation)
- Cloud-Anbieter und Rechenzentren mit Verfügbarkeits-SLAs
- Gesundheitsorganisationen mit Patientensicherheitspflichten
- Öffentlicher Sektor und Regierungsauftragnehmer
- Jede Organisation, die Resilienz bei der Lieferantenqualifizierung von Großunternehmen nachweisen muss
DORA und ISO 22301
Der EU Digital Operational Resilience Act (DORA), der seit Januar 2025 verpflichtend ist, verlangt von EU-Finanzunternehmen die Implementierung von IKT-Business-Continuity-Richtlinien und Notfallwiederherstellungsplänen. ISO 22301 bietet einen strukturierten Rahmen, der direkt die operativen Resilienzanforderungen von DORA adressiert — und BALTUMs integrierte Programme ordnen ISO 22301 Kontrollen den DORA-Verpflichtungen zu, um Doppelarbeit zu minimieren.
Kernelemente des BCMS
- Business Impact Analyse (BIA) — Identifizierung kritischer Aktivitäten und Wiederherstellungszeitvorgaben
- Risikobewertung — Bedrohungen und Schwachstellen, die die Geschäftskontinuität beeinträchtigen
- Business Continuity Pläne (BCPs) — Dokumentierte Wiederherstellungsverfahren für alle kritischen Prozesse
- IT-Notfallwiederherstellungspläne (DRPs) — System- und Datenwiederherstellungsverfahren
- Krisenkommunikationspläne — Stakeholder-Kommunikation während Vorfällen
- Übungs- und Testprogramm — Planspiele, Simulationen und vollständige Live-Übungen
Integration mit ISO 27001
ISO 22301 und ISO 27001 sind hochgradig komplementär. BALTUMs integriertes Programm nutzt gemeinsam die Risikobewertungsmethodik, den Managementbewertungszyklus, das interne Auditprogramm und die Dokumentationsstruktur — was den Gesamtimplementierungsaufwand um 30–40 % im Vergleich zu sequentiellen Zertifizierungen reduziert.